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WordPress – Blog auf andere Domain umschalten

12. August 2010

Bei der endgültigen Umstellung der Domain dieser Website von richistudios.com auf otakusoft.com gab es einige Probleme und die Website war einige Zeit nicht erreichbar. Ich möchte deshalb hier meine gesammelten Erfahrungen aufzeichnen und teilen.

Backup anlegen

Ein sehr wichtiger Punkt, den man gerne vergisst, ist das Anlegen einer ordentlichen Sicherung der WordPress-Installation. Sollte es zu aussichtslosen Problemen kommen, ist es essentiell, dass man jederzeit wieder zu dem letzten funktionierenden Stand zurückkommt. Dabei sollten sowohl die Dateien auf dem Server als auch die Datenbank gesichert werden. Hilfereiche Plugins dafür sind:

WordPress Backup
WordPress Database Backup

Sie eigenen sich auch für die regelmäßige und vollautomatische Sicherung des eigenen Blogs. Zusätzlich sollte man manuell Sicherungen über FTP auf der lokalen Festplatte ablegen und die Daten der Datenbank exportieren.

Alle Pfade und Adressen in der Datenbank ändern

Danach sollte man alle Einstellungen des Administrationsinterfaces durchgehen und alle Pfadeinstellungen für die neue Domain anpassen. Sehr wichtig dabei ist dabei der Abschnitt Einstellungen / Allgemein, aber auch viele Plugins speichern lokale Pfade. Danach sollten auch alle Permalinks aktualisiert werden.

Caching-Plugins wie zB. WP Super Cache sollten unbedingt abgeschaltet werden. Die dazugehörigen Caches sollte man auch löschen, da die Pfade darin später allesamt ungültig sein werden, was zum Ausfall der Website führen kann.

Allerdings verbleiben immer noch unzählige Pfade in der Datenbank die korrigiert werden müssen. Diese korrigiert man am Besten mit dem Plugin „Seach and Replace“:
Search and Replace
Suchen und Ersetzen (Deutsche Version)

Damit lässt sich jeder Eintrag der alten Domain in der Datenbank aktualisieren, so dass später auch wieder alle Links korrekt sind. Alternativ kann man allerdings auch die Datenbank in eine SQL-Datei exportieren und dann mit einem gewöhnlichen Texteditor alle entsprechenden Adressen ersetzen lassen. Allgemein ist dies die beste – wenn auch aufwändigste – Methode sofern man später beim Import aufpasst, dass alle IDs auch weiterhin übereinstimmen.

Zusätzlich sollte man im Stammverzeichnis der WordPress-Installation prüfen, ob Pfade in der .htaccess-Datei angepasst werden müssen.

Bei Problemen: Alle WordPress Plugins manuell abschalten

Einige Plugins können dennoch Probleme bereiten und die gesamte Website unerreichbar machen. Lässt sich dann auch das Administrationsmenü nicht erreichen lassen sich aber sämtliche Plugins mit einem einzelnen SQL-Statement auf einen Schlag deaktivieren:

UPDATE wp_options SET option_value = '' WHERE option_name = 'active_plugins';

Um das betreffende Plugin zu finden sollte man die Plugins nacheinander (!) wieder aktivieren. Eine Neuinstallation dieses Plugins reicht normalerweise aus um es für die neue Domain fit zu machen. Notfalls müssen dessen Einstellungen aus der Datenbank gelöscht werden.

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