Home > Allgemeines, Linux > Ubuntu Tweak

Ubuntu Tweak

5. Mai 2013
Ubuntu Tweak Oberfläche

Ubuntu Tweak Oberfläche

Canonical versteckt leider unzählige Einstellungen und Funktionen unter der schönen (?) Unity-Welt. Als verwöhnten ehemaligen Debian-KDE-User schlägt mir dabei dieser Kontrollverslust besonders auf den Magen. Mein erster Reflex war früher einfach das Öffnen eines Terminal-Fensters und das Durchsuchen der unzähligen PPA-Repositories [1] um fehlende Anwendungen nachzurüsten. Ich habe mir dazu in den letzten Jahren für Ubuntu umfangreiche Scripts zusammengestellt um alles zu automatisieren.

Ubuntu Tweak erleichtet diese Arbeit erheblich. In diesem Post möchte ich das Tool deshalb kurz vorstellen.

Ubuntu Tweaks installieren

Ganz ohne PPA geht es dann doch nicht, denn Ubuntu Tweaks ist nicht Bestandteil der Repositories von Ubuntu. Jedoch reicht es im Terminal folgende Zeilen einzugeben:

sudo add-apt-repository ppa:tualatrix/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install ubuntu-tweak
sudo ubuntu-tweak &

…oder man lädt Ubuntu Tweak einfach von der offiziellen Website [2] herunter.

Was bietet Ubuntu Tweak?

Ubuntu Tweak Optimizer

Ubuntu Tweak Optimizer

Ubuntu Tweaks PPA

Ubuntu Tweaks PPA

Schon die bequeme Installation von Anwendungen außerhalb des Ubuntuversums macht es einen Blick wert. Zusätzlich bietet es aber noch wichtige Einstellungen die Canonical unverständlicherweise entfernt hat. Dazu gehört zB die Konfiguration des Anmeldeschirms oder das Deaktivieren des Gastaccounts. Alles Dinge die sich zwar auch über das Terminal erledigen lassen, aber dennoch von Ubuntu Tweak bequem zusammengefasst werden.

Auch der „Hausmeister“ ist eine sinnvolle Funkion, die es erlaubt die wichtigsten Müllhalden wie den APT-Cache oder alte verwaiste Pakete loszuwerden.

Fazit & Kommentar zu Unity

Letztendlich ist Ubuntu Tweak ein sehr sinnvolles Tool, bei dem man sich ständig die Frage stellt, warum denn Canonical eigentlich darauf verzichtet hat, genau diese Einstellungen in Unity zu integrieren. Es ist sehr schade, dass man sich hier immer mehr den minimalistischen Ansatz von Apples MacOS annähert.

Mich persönlich kostet es immer wieder Überwindung mich mit Unity anzufreunden. Es sieht schick aus und vor allem die Seitenleiste ist für 16:9-Displays einfach besser geeignet. Auch das Unity-Menü/Head-Up-Display ist den wenig durchdachten Lösungen anderer Hersteller wie Metro von Windows 8 weit vorraus. Allerdings stoße ich immer wieder an Grenzen die dafür sorgen, dass ich mich abmelde um zur KDE4-Shell zu wechseln, wo ich mich letztendlich immer noch mehr zuhause fühle. Ich hoffe deshalb, dass bei Canonical endlich wieder eine Gegenbewegung entsteht.

Kommentare sind geschlossen