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Artikel Tagged ‘Musikindustrie’

Musikindustrie will Internet-Zensur in der EU

30. Dezember 2007 Comments off

Eigentlich wollte ich das schon vorher bloggen, allerdings hatte ich bisher keine Zeit zum Bloggen. ­čÖü

Die ├ťberschrift sagt eigentlich schon alles. Laut Golem.de, will der internationale Verband der Musikindustrie (IFPI) seine Kunden wieder einmal etwas mehr von seinen Rechten nehmen. Diesmal sollen alle Internetprovider dazu veranlasst werden ganze Protokolle und damit P2P-Netzwerke zu blockieren, welche ├╝berwiegend urheberrechtsverletzend genutzt werden und sich geweigert haben, Schritte gegen die Verletzungen zu unternehmen. Diese Umschreibung ist schon mal schwammig genug, um auch Diensten wie BitTorrent den Riegel vorzuschieben, welches allerdings sehr wichtig f├╝r viele legale Angebote ist, da hier die Server-Last genommen werden kann. Mehr…

Lego-Player

2. Dezember 2007 Comments off

Jeder kennt Lego. Der indische Industriedesigner Chetan Sorab hat sich, laut Golem.de, von dem Prinzip, mit Noppen einzelne Bausteine miteinander zu verbinden, inspirieren lassen.

BLOC MP3 soll das von ihm entworfene Designkonzept hei├čen. (Bilder befinden sich auf der verlinkten Seite.) Der Player soll 50 GByte Speicher sowie ein OLED-Display besitzen. Das eigentlich Highlight ist allerdings der modulare Aufbau. Wie bei Lego-Steinen, lassen sich zus├Ątzliche Module einfach aufstecken, um so zB den Speicher zu erweitern oder Musik einfach tauschen zu k├Ânnen.

Eine interessante Idee. Nur bef├╝rchte ich, dass die Musikindustrie wieder einmal solchen praktischen Funktionen den Riegel vorschieben k├Ânnte, denn ein so leichter Datenaustausch gef├Ąllt denen sicher nicht.

Neue Studie zur Musikpiraterie

23. August 2007 Comments off

Heute habe ich in einem Newsbeitrag auf Golem.de gelesen, dass das US-amerikanischen Institute for Policy Innovation (IPI) eine neue Studie erstellt hat, welche den Schaden an der US-Wirtschaft der durch die angeblich Musikpiraterie entstanden sein soll beziffern will.

12,5 Milliarden US-Dollar soll der Schaden betragen und 71.060 Arbeitspl├Ątze sollen deshalb verloren gehen. Woher die Zahlen stammen? Laut Golem.de wird am Schluss der Studie erst darauf hingewiesen, dass es sich um Sch├Ątzungen handelt.

Das wundert mich auch nicht, denn wie wollen die, diese Zahlen denn auch herbekommen? Von den verkauften Rohlingen? Die Musikindustrie gibt zumindest immer vor durch die angeblich sehr hohe Rate der Musikpiraterie stark gesch├Ądigt worden zu sein. Au├čer wilden Behauptungen und willk├╝rlichen Sch├Ątzungen habe ich aber bisher nie was geh├Ârt. Ich will damit nicht anzweifeln dass ein Schaden entsteht, allerdings sehr wohl die H├Âhe dieses Schadens. Denn genau mit solchen willk├╝rlichen Sch├Ątzungen rechtfertigt die Musikindustrie die ma├člos ├╝bertriebenen Preise und unzumutbare Kopierschutzsysteme mit denen man gegen die eigenen Kunden k├Ąmpft.

Der oben verlinkte Golem.de-Artikel enth├Ąlt noch weitere interessante Informationen. In durchzulesen kann also nicht schaden. ­čśë

Denkt die Musikindustrie endlich um?

4. April 2007 Comments off

Eigentlich sah es bisher immer so aus, als ob die Musikindustrie an ihren alten Gesch├Ąftsmethoden festhalten w├╝rde, egal ob sie dadurch untergehen w├╝rde oder nicht.

Sogar ehrlich zahlende Kunden wurden mit Kopierschutzsystemen die CDs nicht ├╝berall abspielbar machten und Rootkits die Sicherheitsl├Âcher bei Computern entstehen liesen regelrecht schikaniert. Die Silberlinge sind immer noch ├╝berteuert, jedoch haben einige Unternehmen endlich bemerkt dass sie mit Kopierschutzsystemen eigentlich das Gegenteil erreicht haben.

Allerdings scheint die Klagewelle gegen vermeintliche Raubkopierer nicht abzurei├čen. Verklagt wird alles, ob alt, jung oder gar tot. Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass BMG Music eine 10-J├Ąhrige in den Zeugenstand zerren will, damit diese gegen ihre eigene Mutter aussagt. Dabei war sie zum angeblichen Tatzeitpunkt erst 7 Jahre alt.

Zumindest hat EMI jetzt bekannt gegeben, in Zukunft auf DRM f├╝r online verkaufte Musik zu verzichten. Ein Schritt in die richtige Richtung, den hoffentlich auch andere Konzerne machen werden. Mit 1,29 Euro pro Einzeltitel, ist der Preis allerdings wieder gewohnt saftig.

Der Verzicht auf DRM ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Schritt. Online gekaufte Musik soll man genauso auf CD brennen k├Ânnen um sie in einem Player abspielen zu k├Ânnen. Man kann dem K├Ąufer nicht einfach diktieren wo (und wie lange) er seine Musik abspielen darf.

Mal sehen wie sich die Sache letztendlich entwickelt. Denn umdenken muss die Musikindustrie, das ist klar.