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Artikel Tagged ‘Kopierschutz’

Windows Vista SP1 kommt erst im März

4. Februar 2008 Comments off

Tja, der Titel sagt eigentlich schon alles. Microsoft hat sein Windows Vista SP1 bereits fertiggestellt, verschob es allerdings auf Grund von Kompatibilitätsproblemen mit Treibern vorerst auf März. Schade für die ganzen Lemminge die Vista bisher – aus welchen Gründen auch immer – verwenden mussten und immer noch daran glauben das M$ schon mal einen Release-Termin eingehalten hätte. 😛

Wie erwartet wird auch das SP1 keine der ursprünglich über Jahre gemachten Versprechungen wirklich einlösen. Stattdessen müssen wieder einmal die pauschalen Versprechen herhalten: Mehr Kompatibilität, mehr Leistung, mehr Sicherheit….und natürlich ein bisschen kleinlaut wieder einmal ein besserer Kopierschutz.

Über das Windows Update sollen dann Mitte März alle Vista Rechner mit dem SP1 infiziert…ähm ich meine aktualisiert werden.

Bioshock – Genialer Shooter mit aggressiven Kopierschutz

26. August 2007 Comments off

Der Shooter Bioshock sollte eigentlich den meisten ein Begriff sein. 2K Games hat vor 2 Tagen das lang erwartete Spiel auf den Markt geworfen.

Das es wieder ein Aufschreien von manchen Medien gibt, die das Spiel als Killerspiel verteufeln war ja klar. Das hatten wir schon so oft und solche Artikel verkaufen sich in letzter Zeit nun mal leicht. Auch wenn die Hälfte der Behauptungen nicht stimmt, aber die Zielgruppe sind ja nicht Gamer sondern Menschen die nicht nachfragen was wirklich war ist. 😐

Die Story und Gameplay sind genauso herausragend wie die Grafikpracht, welche von der neuen Unreal3-Engine gezaubert wird. Noch dazu soll die deutsche Version nicht durch Zensur verstümmelt und unspielbar sein. Sogar die deutsche Synchronisation soll gelungen sein, was leider eine Seltenheit ist.

Eigentlich würde ich hier jetzt gar nichts schreiben sondern das Spiel zocken. Aber bisher hat mich der Kopierschutz vom Kauf abgehalten. Wieder einmal soll eine Anwendung auf meinen Computer die aktiviert werden muss. Der neue SeucROM-Kopierschutz macht es möglich und bringt (wie so oft) wieder Probleme mit sich. Auf 2 Systemen sollte es ursprünglich nur 3-mal installiert werden können! Inzwischen hat der Hersteller wegen der vielen Kritiken laut Golem.de diese Regel gelockert. Nun darf das Spiel 5-mal auf 5 Systemen installiert werden. Das der Hersteller einfach davon ausgeht, dass ausgerechnet Gamer ihre PCs nie umbauen ist doch etwas seltsam. 😯

Natürlich waren die Aktivierungs-Server ähnlich wie in den ersten Tagen von Half Life 2 total überfordert und viele Spieler konnten das teuer erworbene Spiel daher nicht einmal installieren. Auch gibt es viele Meldungen dass die Gutschrift der Aktivierung bei der Deinstallation bei einigen Spielern nicht mehr erhöht wurde. Wer das Spiel ausgespielt hat, ist eher auf der sicheren Seite wenn er sich eine zusätzliche Festplatte kauft, statt das Spiel zu löschen. Außerdem kann jeder Bioshock-Spieler darum beten, dass nicht eines Tages sein System nicht mehr startet, was ja bei Windows nicht gerade unmöglich ist.

Deshalb bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich auf diesen Shooter verzichten werde. Ob es das beste Spiel ist oder nicht ist mir dabei egal. Mir kommt kein Programm mehr auf den Rechner dass eine Zwangsaktivierung voraussetzt und dann auch noch bestimmt wie oft ich diese überteuerte Software installieren darf. 😡

Neue Studie zur Musikpiraterie

23. August 2007 Comments off

Heute habe ich in einem Newsbeitrag auf Golem.de gelesen, dass das US-amerikanischen Institute for Policy Innovation (IPI) eine neue Studie erstellt hat, welche den Schaden an der US-Wirtschaft der durch die angeblich Musikpiraterie entstanden sein soll beziffern will.

12,5 Milliarden US-Dollar soll der Schaden betragen und 71.060 Arbeitsplätze sollen deshalb verloren gehen. Woher die Zahlen stammen? Laut Golem.de wird am Schluss der Studie erst darauf hingewiesen, dass es sich um Schätzungen handelt.

Das wundert mich auch nicht, denn wie wollen die, diese Zahlen denn auch herbekommen? Von den verkauften Rohlingen? Die Musikindustrie gibt zumindest immer vor durch die angeblich sehr hohe Rate der Musikpiraterie stark geschädigt worden zu sein. Außer wilden Behauptungen und willkürlichen Schätzungen habe ich aber bisher nie was gehört. Ich will damit nicht anzweifeln dass ein Schaden entsteht, allerdings sehr wohl die Höhe dieses Schadens. Denn genau mit solchen willkürlichen Schätzungen rechtfertigt die Musikindustrie die maßlos übertriebenen Preise und unzumutbare Kopierschutzsysteme mit denen man gegen die eigenen Kunden kämpft.

Der oben verlinkte Golem.de-Artikel enthält noch weitere interessante Informationen. In durchzulesen kann also nicht schaden. 😉

Denkt die Musikindustrie endlich um?

4. April 2007 Comments off

Eigentlich sah es bisher immer so aus, als ob die Musikindustrie an ihren alten Geschäftsmethoden festhalten würde, egal ob sie dadurch untergehen würde oder nicht.

Sogar ehrlich zahlende Kunden wurden mit Kopierschutzsystemen die CDs nicht überall abspielbar machten und Rootkits die Sicherheitslöcher bei Computern entstehen liesen regelrecht schikaniert. Die Silberlinge sind immer noch überteuert, jedoch haben einige Unternehmen endlich bemerkt dass sie mit Kopierschutzsystemen eigentlich das Gegenteil erreicht haben.

Allerdings scheint die Klagewelle gegen vermeintliche Raubkopierer nicht abzureißen. Verklagt wird alles, ob alt, jung oder gar tot. Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass BMG Music eine 10-Jährige in den Zeugenstand zerren will, damit diese gegen ihre eigene Mutter aussagt. Dabei war sie zum angeblichen Tatzeitpunkt erst 7 Jahre alt.

Zumindest hat EMI jetzt bekannt gegeben, in Zukunft auf DRM für online verkaufte Musik zu verzichten. Ein Schritt in die richtige Richtung, den hoffentlich auch andere Konzerne machen werden. Mit 1,29 Euro pro Einzeltitel, ist der Preis allerdings wieder gewohnt saftig.

Der Verzicht auf DRM ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Schritt. Online gekaufte Musik soll man genauso auf CD brennen können um sie in einem Player abspielen zu können. Man kann dem Käufer nicht einfach diktieren wo (und wie lange) er seine Musik abspielen darf.

Mal sehen wie sich die Sache letztendlich entwickelt. Denn umdenken muss die Musikindustrie, das ist klar.