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FreeNAS – Installation

30. Juli 2010

Das Betriebssystem FreeNAS basiert auf der freien BSD-Implementierung FreeBSD und hat sich auf NAS-Systeme spezialisiert. FreeNAS selbst benötigt nur wenig Ressourcen und lässt sich dabei vollständig über ein komfortables Webinterface steuern bzw. konfigurieren.

Voraussetzungen für die Hardware

FreeNAS benötigt für die Installation ein CD-Laufwerk bzw. einen USB-Slot über den das System gestartet werden kann. Das Betriebssystem kann später entweder auf einem Flash-Speicher, einen USB-Stick oder eine separate Festplatte installiert werden. Eine gute Orientierung für die einzusetzende Hardware bietet dabei eine Liste der unterstützten Hardware.

Die Installation

Wird FreeNAS von der CD gestartet, präsentiert es schon nach kurzer Zeit ein Textmenü. Mit der Wahl des 9. Menüpunktes startet die Installation. Hier kann zwischen verschiedenen Installationstypen gewählt werden. Die vollständige Installation dürfte aber in den meisten Fällen empfehlenswert sein, da FreeNAS nur knapp 128 MByte benötigt. Anschließend muss das Quellmedium gewählt werden, welches in diesem Beispiel das CD-Laufwerk ist, gefolgt von dem Zielmedium auf dem FreeNAS installiert werden soll. Dieses sollte aber keine Festplatte sein, die später für einen RAID-Verbund verwendet wird. Zum Einen würde man durch die Erstellung eines RAID-Verbundes die Installation zerstören, zum Anderen lässt sich ein RAID-Verbund später wiederherstellen, wenn das System nicht auf diesem installiert ist.

FreeNAS CD-Menü

FreeNAS - Wahl des Installationstyps

FreeNAS - Installationsziel

Warnung: Wenn die Daten auf dem Server später verschlüsselt werden sollen, ist es nicht empfehlenswert eine Swap-Partition für die Auslagerung von Arbeitsspeicher zu erstellen, da es vorkommen kann, dass Teile der verschlüsselten Daten durch Dateioperationen unverschlüsselt auf dieser Partition landen.

Nachdem das System installiert wurde, muss nur noch die CD entfernt und der Computer neu gestartet werden.

Die Konfiguration der Netzwerkkarte

Nach dem Neustart sollte wieder das Textmenü erscheinen. Normalerweise wird bei einem NAS-System meist nur eine Netzwerkkarte verbaut. Dieser wird von FreeNAS normalerweise der Gerätename em0 zugewiesen. Sollten mehrere Netzwerkkarten verbaut sein, kann es evtl. erforderlich sein, diese manuell zuzuweisen. Dafür ist der Menüpunkt „1. Assign Interfaces“ zuständig.

Die IP-Adressen für die Netzwerkkarten werden jeweils über den Menüpunkt „2. Set LAN IP Address“ zugewiesen. Ein Dateiserver sollte natürlich eine feste IP-Adresse besitzen, über die er immer erreichbar ist. Je nach Aufbau des Netzwerks kann diese dem System über einen vorhandenen DHCP-Server oder manuell zugewiesen werden. Da bei privaten Nutzern nur ein einfacher SOHO-Router als DHCP-Server dient, ist es nicht immer möglich diesen so zu konfigurieren, dass dem Dateiserver immer die selbe IP-Adresse zugewiesen wird. In einem solchen Fall sollte man die Frage „Do you want to use DHCP for this interface?“ mit „No“ beantworten und selbst eine statische freie IP für das lokale Netzwerk vergeben. Als Gateway dient normalerweise ein Router.

Konfiguration über DHCP

Vergeben einer statischen IP

Eintragen des Routers als Gateway.

Hinweis: Wird einer Netzwerkkarte manuell eine statische IP-Adresse zugewiesen kann es sein, dass eine Firewall (zB auf dem Router) diese IP ignoriert bzw. immer abweist, da es sich hierbei dann um eine nicht autorisierte IP-Adresse handelt. Das kann zB. zu Problemen führen, wenn der Dateiserver auch vom Internet aus erreichbar sein soll oder auf dem Router Filterregeln festgelegt wurden, die nur spezielle IPs erlauben.

Nach der Konfiguration der IPv4-Adresse, sollte man die Frage „Do you want to configuration IPv6 for this interface?“ mit „No“ beantworten, da in den meisten lokalen Netzwerken IPv4 ausreichen dürfte bzw. meist sowieso exklusiv verwendet wird.

Nach der Konfiguration der Netzwerkkarte, sollte das System neu gestartet werden, um zu testen, ob die Netzwerkeinstellungen korrekt übernommen wurden. Die Adresse unter der das Webinterface erreichbar ist, wird dabei jeweils über dem Textmenü angezeigt. Nachdem das Webinterface aufgerufen wurde, präsentiert sich erst ein Anmeldebildschirm. Bei einer frischen Installation lautet der Benutzername „admin“ und das Kennwort „freenas“. Das Kennwort lässt sich entweder über das Webinterface bzw. über das Textmenü ändern. Dies sollte man natürlich so früh wie möglich tun.

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  1. 21. April 2011, 01:13 | #1

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    • 21. April 2011, 07:50 | #2

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