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Denkt die Musikindustrie endlich um?

4. April 2007

Eigentlich sah es bisher immer so aus, als ob die Musikindustrie an ihren alten Geschäftsmethoden festhalten würde, egal ob sie dadurch untergehen würde oder nicht.

Sogar ehrlich zahlende Kunden wurden mit Kopierschutzsystemen die CDs nicht überall abspielbar machten und Rootkits die Sicherheitslöcher bei Computern entstehen liesen regelrecht schikaniert. Die Silberlinge sind immer noch überteuert, jedoch haben einige Unternehmen endlich bemerkt dass sie mit Kopierschutzsystemen eigentlich das Gegenteil erreicht haben.

Allerdings scheint die Klagewelle gegen vermeintliche Raubkopierer nicht abzureißen. Verklagt wird alles, ob alt, jung oder gar tot. Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass BMG Music eine 10-Jährige in den Zeugenstand zerren will, damit diese gegen ihre eigene Mutter aussagt. Dabei war sie zum angeblichen Tatzeitpunkt erst 7 Jahre alt.

Zumindest hat EMI jetzt bekannt gegeben, in Zukunft auf DRM für online verkaufte Musik zu verzichten. Ein Schritt in die richtige Richtung, den hoffentlich auch andere Konzerne machen werden. Mit 1,29 Euro pro Einzeltitel, ist der Preis allerdings wieder gewohnt saftig.

Der Verzicht auf DRM ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Schritt. Online gekaufte Musik soll man genauso auf CD brennen können um sie in einem Player abspielen zu können. Man kann dem Käufer nicht einfach diktieren wo (und wie lange) er seine Musik abspielen darf.

Mal sehen wie sich die Sache letztendlich entwickelt. Denn umdenken muss die Musikindustrie, das ist klar.

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